Wieder auf Anfang.
Wo waren wir eigentlich stehen geblieben, liebe Landsleute?
Man soll ja grundsätzlich nicht immer der Vergangenheit nach weinen, sagt man. Weil bringt ja eh nichts. Ein bisschen zwar schon, aber nicht zu viel! Nicht wahr?
Nicht wahr. Hier also bin ich wieder. Zurück um etwas zu beginnen. Ein neues Projekt, einen neuen Weg, einfach anders.
Die Zeit war lang und ich muss zugeben, dass mir in letzter Zeit etwas gefehlt hat. Das Schreiben an und für sich. In meinem Fall eher für mich. Oder Euch. Je nach dem.
Wenn ich aus dem Fenster blicke, dann sehe nichts mehr. Nur noch Österreich. Das Innviertel. Daheim.
Ich bin zum Ursprung zurück gekehrt um einen neuen Abschnitt in meinem Leben zu beginnen. Den ernsthaften dieses Mal. Nur was heißt das konkret?
Die Antwort auf diese Frage will ich an dieser Stelle finden. Wo findet man die Antwort? In mir drinnen, richtig.
Ich ändere die Perspektive. Meine Erzählungen aus Australien waren die Abbildung der Realität in meinem Herzen, gefiltert durch das Gefühl des Bauches. Wir nannten es Wahrheit.
Jetzt aber gehen wir den umgekehrten Weg. Rückwärts nach vorne, quasi. Ich möchte von mir wissen, was oder wer ich bin. Um mich zu finden, muss ich in mir selbst suchen. Viele werden sich jetzt denken:" Boah, gar nicht so leicht! Aber wer, wenn nicht du kannst das schaffen?" Ich sage:" Stimmt."
Am Ende werde ich meine Gedanken, Gefühle, Irrungen und Wirrungen des Herzens und sonstiger Organe hier ausbreiten. Das mag dem einen oder anderen grauslich erscheinen, aber nur so geht's. Es muss gelingen! Und es wird. Sicher.
Die Wahrheit von innen heißt Ehrlichkeit.
Also, werde ich ehrlich sein und meinen Weg durch die Fastenzeit hier begleiten. So ernst und bitter wie nur möglich. Denn nur so entsteht wahre Ehrlichkeit.
Hut ab.
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vor 4 Jahren
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