Donnerstag, 24. Dezember 2009

November 2009 - Time Will Tell - A Year in Reverse

Liebe Landsleute !

Der vierte November war anscheinend ein historischer Tag. Ich persönlich muss gestehen, dass mir dieser Umstand nicht unbedingt bewusst war. Aber zwischen bewusst und wissen verläuft eben diese messerscharf gezogene Grenze namens Realität.

Deswegen jetzt für alle Realitätsverweigerer. Hier, wo auch sonst, wird nun an das historische Ereignis, welches sich am vierten November dieses Jahres ereignet hat, erinnert. Erstmalig. Ich wiederhole. Erstmalig gelang es am Abend des vierten November ATV mehr Zuschauer vor dem Fernsehgeräten Österreichs zu verdummen als zur gleichen Zeit dem ORF!

Tatsache. Wie so vieles den Tatsachen entspricht. Verweigert man sich jetzt allerdings der Tatsache, dass das halt so ist und nicht anders, dann würde man als normaler Mensch zu einem Schluss kommen: Was bitte schön geht mich das an ?

Nur Helden denken in anderen Kategorien. Sie fühlen anders. Und mein Gefühl sagt mir, ich solle in diesem Zusammenhang bedenken, was mein Geschichtelehrer einst immer zu mir sagte: „ Lernen Sie Geschichte! Endlich.“ Ein großer Mann, aber kein Held.

Um die historische Tragweite der Geschehnisse des vierten November in einen, der Größe dieses Jahresrückblicks, angemessenen Kontext zu bringen, erlaube ich mir, und nur mir, diese Geschichte vom ersten Weihnachtsfest zu erzählen:

Joshua war Hirte. Ein guter Hirte. Dazu war Joshua Ehemann, Vater und Mann. Aber in erster Linie war Joshua Hirte. Nicht unbedingt aus Leidenschaft, nichtsdestotrotz hatte er diesen Beruf erlernt, übte ihn zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten täglich aus und machte so gut wie nie Probleme. Auch ansonsten war er wohl gelitten unter den Bewohnern vom Bethlehemer Hirtendistrikt. Er war gesellig, ab einem gewissen Alkoholspiegel redselig und einigermaßen stur.

Wie meistens in der Winterzeit brach Joshua an jenem Abend, den er zwar schon, aber die Menschheit niemals vergessen sollte, kurz nach dem Abendbrot von zuhause auf um die Nacht bei seiner Herde oberhalb der Stadt zu verbringen. Er hatte seinen Mantel bereits angelegt. Es war ein wenig kalt in Bethlehem um diese Zeit. Persönlich war dies Joshua eher egal. Vielleicht auch ziemlich egal. Hauptsache, er war dick eingepackt und ein wenig Holz für ein Feuer in der Nacht würde sich schon zusammensuchen lassen.

„Endlich wurrlt es nicht mehr so auf den Straßen“, dachte Joshua bei sich. Seine eiligen Schritte hallten auf dem Lehmboden. Bei einem prüfenden Blick in Richtung seiner Lieblingsgaststätten sah er überall Zeichen der Überfüllung. „Zimmer belegt! Ausgebucht!“, stand auf Holztafeln geschrieben. Joshua wusste die Gründe dafür. Die Römer waren wieder einmal der Meinung gewesen, sie alle zählen zu lassen um bei den Steuern herumtricksen zu können. Logischerweise sollten sie nicht geringer werden.

Joshua war klar, dass viele Menschen nach Bethlehem kommen mussten um sich rechtzeitig eintragen zu lassen. In die Steuerlisten. Sogar eine schwangere Frau hatte er gesehen, die zusammen mit ihrem Mann etwas verwirrt herumgewandelt war. Sie hatte ihn sogar angesprochen und irgendetwas von Niederkunft und Unterkunft dahergefaselt. Aber Joshua hatte nicht darauf reagiert. So wie meistens, wenn ihn irgendwelche Fremde anredeten. Und sei es nur um eine kleine Ankunft gegangen. Fremde Menschen konnte Joshua nicht ausstehen. Besonders die Leute aus Samarien, diese Samariter. Da bekam Joshua schon eine Gänsehaut nur beim dran denken.

Wie er so langsam den steilen Weg hinauf zum Weideplatz stieg und dem klaren Sternenhimmel einen kurzen Blick widmete, fiel ihm die schwangere Frau vorm Vortag wieder ein. Nicht einmal verheiratet schien sie gewesen zu sein. „Eh klar, bei diesem Verfall der jüdischen Sitten!“ Da kannte Joshua nichts. Auch wenn er nicht wirklich oft die Synagogen der Stadt zum Gebet aufsuchte, erlaubte er sich dennoch gelegentlich ein moralisches Urteil über seine Mitmenschen. Außerdem hatte sie in einem wirklich grauslichen Nazarether Dialekt gesprochen, dem der Hirte ohnehin nichts abgewinnen konnte. Nein, er war beruhigt, ihr gegenüber grob gewesen zu sein, weil sie es sich verdient hatten. Auch dem Mann, der bei der Frau dabei gestanden war, vergönnte Joshua nichts. Außer alles Schlechte.


Bei seiner Herde angelangt, setzte sich Joshua auf einen Stein, machte sich geschickt und schnell ein wärmendes Feuer, aß seine mitgebrachte Jause und tat was er immer tat. Schauen. Er schaute auf seine Herde. Mehr brauchte er auch nicht zu tun. Die Herde blieb ruhig in jener Nacht.

Nur von den anderen Feldern hörte er gelegentlich laute Schreie und Jubelgesänge. „Jaja, die jungen Burschen in ihrem Rausch“, dachte sich Joshua. „Zwei Karaffen Wein und schon sehen sie überall den Messias. Drecksbagage!“ Irgendwie befand Joshua zwar, dass die Schreie und Gesänge in dieser Nacht anders klangen als an den meisten anderen Nächten, aber was kümmerte es ihn. Seine Schafe blieben ruhig. Die anderen waren ihm zuwider.

So saß Joshua in jener Nacht vor dem Feuer. Ihm war warm. Es ging ihm gut. Und bald brach der Morgen über der Stadt herein. Joshua freute sich auf ein wenig Schlaf in seinem gemütlichen Bett und auf das feine Essen, das daheim auf ihn wartete.

Kurze Zeit später kam auch schon seine Ablösung den Berg herauf. Wieder einmal es kleine Hirtenjunge, der immer seine Trommel mit sich herumschleppte. Idiot wurde er hinter vorgehaltener Hand von Joshua genannt. Ansonsten sprach er ihn mit „Kleiner Trommeljunge“ an.

„Und, wie geht’s, kleiner Trommeljunge?“
„Wahnsinn, gestern war was los! Ich sag es dir. Du kannst dir nicht vorstellen, was passiert ist! Hier in unserer Stadt.“
„Nein, kann ich nicht. Und will ich auch nicht. Ich geh heim.“

Joshua ließ den Burschen einfach stehen. Es war ihm egal. Er wollte nur noch heim. Die Welt blieb die Scheibe, die sie immer sein würde. Dieser Idiot mit seinem Fanatismus ödete Joshua nur an. Hauptsache, zuhause wartete sein Frühstück auf ihn. Das zählte für Joshua.

Auch an jenem Tag.

Frohe Weihnachten! Merry Christmas to everyone!

Hut ab.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Dezember 2009 - We are bank - A Year in Reverse

Liebe Landsleute !

Lasst euch das gesagt sein! Vor allem von mir. Wir sind Bank. Wir alle. Und ich wohl Alkoholiker.

Es geht ja um was ganz anderes, meine lieben Landsleute! Gestern Abend denke ich mir so für mich selbst, ich wäre gerne Uwe.

Das Leben wäre so einfach. Ich der Uwe. Uwe, würden mich die Leute rufen. Und ich würde sie hören und würde zu ihnen sagen: "Schauen Sie amol, dos geht nit, dass Sie mi einfoch Uwe nenan." Aus einem ganz einfachen Grund.

Uwe denkt gerne an früher. So wie es früher gewesen ist, das gefällt dem Uwe. Sehr sogar. Der Opa hat schon von früher erzählt, wie er es den Krainern damals gezeigt hat. Wie er einen nach dem anderen dieser Drecksbagage nieder geschossen hat. Drecksbagage. Das Wort hat dem Uwe immer schon gefallen. So sehr, dass er es heute auch noch häufig verwendet, wenn er da sitzt und seinen Freunden erzählt, was er mit der Drecksbagage aufführen würde, hätte er was zu sagen. Hat er aber nicht.

Das mit dem Aufführen mit der Drecksbagage hat der Uwe mehr von seinem Papa. Den mag der Uwe auch sehr. Oft denkt sich Uwe, dass er gerne in der Zeit vom Papa hätte leben mögen. Damals. Wie die Farben blau und orange noch einheitlich in braun gehalten waren. Voll lässig, dachte der noch junge Uwe, als der Papa immer wieder über die Krummnasaden herzog und meinte der Naduweißtschonwer hätte eigentlich eh recht gehabt, dass er diese Drecksbagage so dings, ehschonwissen, gedingst hat. In die Lager. "Gelt Uwe“, sagte der Papa oft. "Versprich mir lei oans, die Drecksbagage kummt nimma zu ins."

Uwe hat das oft nicht verstanden. Aber die gestrenge Hand des Vaters machte nicht bei der Erziehung halt. Sondern eher im Bereich unter Uwes Hosenbund. Das hat ihm nicht gefallen. Wirklich nicht. Und im Grunde ist das auch nicht lustig und erwähnenswert. Außer es erklärt folgendes.

Weil irgendwann hat ihm das schon gefallen. Das mit der männlichen Hand unterhalb des Hosenbundes. Nur war diese Hand ein wenig zarter. Kein Wunder, wenn der, dem die Hand gehört statt Kernseife Nivea-Feuchtigkeitscreme zum Einfetten hernimmt. Uwe mochte seinen Freund. Sehr. Der wollte immer mit der Drecksbagage in Wien aufräumen. Und nebenbei auch mit der ganzen anderen Drecksbagage. So einen finde ich nie wieder, dachte der Uwe. Und heiratete kurz darauf die Frau, die nicht merkte, dass er seinen Freund mehr liebte als sie.

Doch sein Freund war auch ein wenig mehr als nur der Freund vom Uwe. Nicht nur weil jeder Mensch zwei Hände hat, sondern auch der Tag 24 Stunden und die Woche sieben Tage. Uwe sah seinen Freund meist nur dienstags, wenn seine Frau, also die vom Uwe, Zither spielen bei ihren Freundinnen war. Da kam er dann. Der Freund. Uwe war auch dort.

Bis dass einmal sein Auto nicht mehr in die Richtung fahren wollte, in die es der Freund vom Uwe lenken wollte. Da war es aus mit dem Freund. Und Uwe traurig. Aber nicht der Uwe allein, sondern viele Menschen. Uwe fand das schön. Nicht den Tod des Freundes, seine Hände würden fehlen, aber das so viele Leute traurig waren. Dachte er sich und blieb der Uwe.

Gestern hat der Uwe dann einen neuen Freund bekommen. Den hat er zwar schon gekannt, aber jetzt mag er ihn wirklich. Er erinnert ihn so an seinen alten Freund. Nur ein bisserl mehr blöd. Eigentlich ziemlich blöd, hat sich Uwe am Anfang gedacht. Aber das wird schon. Hauptsache der neue Freund vom Uwe will auch aufräumen, mit der Drecksbagage.

Jetzt sitzt der Uwe da und redet. Mit der Drecksbagage über die Drecksbagage. Herrlich, denkt sich der Uwe, wenn ihn doch sein alter Freund sehen könnte. Er würde ihm sicherlich die Hand reichen. Egal wohin. Aber derweilen sitzt sein neuer Freund daneben.

Und wir in der Scheiße. Eine Flasche Bockbier ausgetrunken. Ich sitze da und will es nicht glauben. Habe ich das als Bankeigentümer wirklich notwendig? Eine Antwort gibt es nicht, weil irgendwie haben wir verlernt, uns aufzulehnen gegen das, was niemals akzeptieren dürften. Nicht einmal zu Weihnachten.

2009. Du gehst so still. Nimm sie mit.


Hut ab.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

2009 - Don't Look Back In Anger - A Year in Reverse

Liebe Landsleute!

Es kommt wie das Amen im Gebet. Sagt man. Eigentlich könnte man, quasi wir, sagen, dass man weiß, dass es kommt. Im Grunde ist es auch noch unsäglich, dieses Wissen.

Hier bin ich nun also wieder. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest komme ich auf euch hernieder in Form dieses Wort gewordenen Monstrums namens Blog. Jetzt wäre natürlich ein Vergleich mit der Weihnachtsgeschichte vom Jesukindlein ein wenig überheblich. Aber ich stelle mich der Herausforderung!

Tauet Himmel dem Gerechten ! Jawohl. Und bei einem Blick aus dem Fenster sehe ich für euch den Himmel tauen. Andere würden sagen: Es regnet. Aber auch dieses Jahr will das kleine Jesus Baby nicht in eure Köpfe, sondern in eure Herzen. Deshalb taut der Himmel. Schluss, aus.

Wo war ich stehen geblieben? Nirgends. Denn Helden streben nach vorne! Nicht wahr? Nicht wahr. Ja, das letzte halbe Jahr hat die Wahrheit, die Ehrlichkeit und alles was sonst meinem Gutdünken unterliegt, pausiert. Den Gerechtigkeitsnerv eingezwickt, quasi. Doch glaubt ja nicht, dass 2009 einfach unbeobachtet durch das Land gezogen ist. Oh nein, keine Chance! 2009, du wirst deiner gerechten, wahrhaftigen Beurteilung durch mein Herz nicht entrinnen.

Ich habe ein Herz. Speziell in der Vorweihnachtszeit, dem Advent, ist es besonders groß. Noch dazu, weil es gewisse Aufgaben meiner Leber auch noch zu erledigen hat. Stichwort: Reiner Alkohol - Kinderpunsch!

Nur wird an dieser Stelle nicht mit Milde gekleckert, wie mit der Senfsauce einer Weihnachtsmarkt-Bosna. Nein, hier wird geklotzt!

Langer Rede, größere Sinn. Ich werde die Zeit der Einkehr und Besinnung dazu verwenden, das heurige Jahr abzustauben und zu entrümpeln. Somit auf –mit!- Herz und Nieren prüfen. Dialyse statt Analyse!

Schonungslos und ehrlich werde ich an Hand der einzelnen Monate zeigen, wie es zu dem allen kommen konnte. Dass ich nun hier in dem einzigen, noch erleuchteten Zimmer eines Gerichtes sitze um mit der Welt zu kommunizieren. Ich bin schon gespannt, wie das ausgehen wird.

2009. Floximo. Der Jahresrückblick. Mehr Durchschnitt als Aufschnitt.

Es ist angerichtet.

Hut ab.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Funny Games

Ein Klingeln ließ ihn aufschrecken. Tief aus seinen Gedanken stieg er empor, hinauf in die wirkliche Welt. Manchmal ist man erfreut über diesen Umstand. Er war es nicht. Kim Yong Ill war sauer.
Gerade war ihm ein Reim eingefallen, auf den er schon so lange hatte warten müssen. Jetzt, wenige Augenblicke nachdem ihm dieses Wort vor seinem geistigen Auge erschienen, wusste er es nicht mehr. Dieses schreckliche Telefon, dachte er. "Warum schafft es die Realität des Menschen Kreativität auf solch banale Art zu zerstören? Wie um alles kann man Realist sein, wenn man zugleich ein glückliches Leben führen will? Meine Gedanken sind hier nicht frei! Ich will töten!"
Leider war das seine Antwort auf fast alles. War er sauer, tötete er. War er verliebt, tötete er nach kurzer Zeit seine Gespielinnen. Sogar Selbstbefriedigung betrieb der kleine, untersetzte Koreaner nur aus dem Grund um mit zu erleben, wie Millionen kleiner Spermien einen sinnlosen Tod starben.
Das Telefon auf seinem Schreibtisch klingelte noch immer. Er hob ab und schrie -nicht laut, aber bestimmt- in den Hörer: "Wissen Sie einen Reim auf Lendenschurz, Sie Nichtsnutz?" Am Ende erklang ein verängstigte, ausgehungerte aber unterwürfige Stimme: "Ähm, nein,... ja doch, ähm, Hasenfurz!" "Sie niveauloser, heuchlerischer, untalentierter Volltrottel," schnaubte der Diktator. "Wenn Sie Südkoreaner wären, ich müsste Sie auf der Stelle erschießen lassen." Dass er als Nordkoreaner erst morgen exekutiert werden würde, sagte Kim nicht dazu. Wozu auch?
"Was wollen Sie überhaupt, Sie speichelleckender Wurmfortsatz eines entzündeten Blinddarms?" "Ich rufe an, weil ich Ihnen, ergebener Führer, von den Nuklearraketentests erzählen wollte. Sie haben hervorragende Ergebnisse erzielt! Ein Hoch dem Führer des nordkoreanischen Volkes! Sie führen uns in eine glorreiche Zukunft in einer Welt, in der wir das letzte Land sind, das über keine Kernwaffen verfügt."
Kim Yong Ill hasste sein Volk. In seinen Augen waren seine Landsmänner einfach nur mehr blöd. Uninformierte, abgehungerte und übelriechende Kakerlaken an der Schuhsohle des wahren Kommunismus.
Er hatte nicht immer so über seine Untertanen gedacht. Früher, da war es noch lustig, das ganze Land für dumm zu verkaufen. Wie gerne hatte Kim noch selbst die Nachrichten gefälscht und Massenerschießungen angeordnet, teilweise selbst durchgeführt. Irgendwann hatte sich das ganze -von ihm allein geschaffene- Werk verselbstständigt und seine Schergen ließen ihn die ganzen spaßigen Sachen gar nicht mehr machen. In vorauseilendem Gehorsam erledigten seine Handlanger all seine Jobs, die er früher doch so gerne selber getan hatte. Er war ein Gefangener in einem von ihm erbauten Elfenbeinturm. Sein Frust entlud sich dann und wann in wirren Gedichten, in denen er die Alltagsbekleidung mitteleuropäischer Landwirtschaftskulturen durch den kommunistischen Fleischwolf drehte.
Atomwaffen waren ihm egal. Drauf geschissen, hatte er einmal in einem derben Wodkarausch in einem menschenleeren Lokal in Pyöngyang geschrieen. Das hatte damals niemand gehört. Die Besitzer des Lokals waren bereits tot.
Kim Yong Ill stand von seinem Schreibtisch auf, ging zur Balkontüre, atmete tief durch und kehrte auf seinen Stuhl zurück. Es war nicht sein Tag. Nordkorea war ihm Wurscht. Hunger vor Schönheit! Sein Motto. Es stand auf zahlreichen Bannern in der Hauptstadt und ihm gefiel die abgründige Bosheit dieser Worte. Schließlich stammten die auch von ihm.
Und plötzlich lächelte er, griff entschlossen zu einem Stift und einem Stückchen Papier und kritzelte etwas darauf. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck ging er aus seinem Büro, schnappte sich seinen Sekretär und würgte diesen zu Tode. Dieser war zu ausgehungert um sich zu wehren. Und außerdem Staatspräsident und so.
Auf dem Zettel in des Ills Büro stand:

Es entledigt sich der Bauer des Lendenschurz
Wenn er riecht den schiarchen Hasenfurz!

Hunger vor Schönheit!

Kim Yong Ill.


Hut ab.

Freitag, 17. April 2009

The boredom of time spent alone - Part I

Es kommt nicht so oft vor, dachte er sich und lief davon. So schnell wie noch nie machte er sich aus dem Staub. Und so wie er die Dinge sah, zumindest wenn er sich einmal Zeit nahm die Dinge ernsthaft zu betrachten, konnte er gar nicht anders.
Welche Dinge? Er wusste keine Antwort. Die Fragen stellte er sich kaum selber. Er kratzte gelegentlich an der Oberfläche der Unzufriedenheit und beließ es dabei unaufgefordert sein Desinteresse an der Welt abzusondern.
"Ich kann nicht mehr. Du machst mich fertig. Das Schlimmste ist, du weißt nichts davon," klagte er sie an. Leider konnte sein Spiegelbild wenig bis gar nichts für seine Lage. Aber allein seinem temporären Zwillingsbruder traute er zu, seine Vorwürfe zu ertragen. Sonst niemanden. Nach einem Ausweg wollte er auch nicht suchen. In ihm lebte die skurille Vorstellung, seine Missgunst könnte ihn zum Wohlbefinden führen.
Er schrieb:
" Es ist wohl Frühling. Und ich mag das. Das ist nichts falsches dran, es ist nur so. Dich mag ich auch. Dass das falsch ist, wissen wir. Du eigentlich schon immer und ich auch.
Wo auch immer du jetzt bist, ich hoffe, es geht dir gut. Verzeih, dass ich frage. Es ist wohl so. Ein wenig falsch. So laut.
Geh weg, weil du willst. Bleib nicht da, weil du musst. Verlass die Verlassenden... bevor du erneut verlassen bist..."

Es tropften Tränen auf das Blatt vor ihm. Er schob es auf den Regen, aber was wollte er damit erreichen?
Nichts, es tat nur wieder mal gut. Außerdem hat sie es nicht gesehen.

Hut ab.

Dienstag, 10. März 2009

Da Lent - Day 14: A Rush of Parachutes

"Du bist wie Coldplay", sagte sie. " Ich habe dich mal gemocht."
Was soll man darauf antworten? Wollte sie überhaupt eine Antwort oder war es ihr bloß ein Anliegen das los zu werden und keine Reaktion abzuwarten?
Dann drehte sie sich um und weg war sie. Sie ließ mich stehen, wie einen Krone Zeitungsstand am Sonntagmorgen, den man im vorbei gehen den Inhalt aus dem Beutel zieht. Gleichgültigkeit zum Quadrat. So war das als sie ging.
Ich war nicht böse. Überrascht vielleicht. Allerdings nicht so sehr bezüglich der Tatsache, dass sie sich jetzt doch entschieden hatte Abstand zu nehmen sondern viel mehr wegen Coldplay.
Warum war ich wie Coldplay?
Später erhielt ich einen Brief von ihr:

" Hey Floximo!

Du bist wie Coldplay! Es ist so. Glaub ja nicht, ich hätte das nur so gesagt damit du deine Luftgittarenfantasien in diese Richtung ausleben kannst.
Nein, du bist wie Coldplay. Lass dir das gesagt sein. Streite es nicht ab, denn tief drinnen weißt du, dass es so ist!
Weil du wie Coldplay bist, musste ich gehen. Weg von dir. Es ging nicht anders. Wo nichts mehr ist, kann auch nichts mehr entstehen. Keine Gefühle, keine Zuneigung oder sonst was. Kein nichts!
Du warst wie Coldplay als wie uns das erste Mal trafen. Schüchtern, leise, aber euphorisch, weil du etwas raus lassen konntest. Noch hattest du keine Ahnung, ob das jemals irgendwem erreichen würde. Du hast nur für dich gelebt und es waren einige Perlen darunter. Intime Auswüchse deiner Gedanken, die mich in Mark und Bein erschütterten, weil ich gemerkt habe, dass einer hundertprozentig ehrlich zu mir war. Du warst Parachutes. Ich habe dich entdeckt und geliebt.
Es gefiel dir, dass du gehört wurdest. Besser erhört wurdest. Coldplay gewann dadurch die Sicherheit, seinen Unsicherheiten Ausdruck zu verleihen. So wie du. Es reichte dir so zu sein wie du und plötzlich merktest du, dass dich die Leute dafür mögen. So wie du warst. Unverfälscht, ehrlich. Dies machte deinen Erfolg aus. Deine bestimmte Relativität. Sie wurde verstanden. Von den Menschen, die dir nahe und ähnlich waren. Nobody said it was easy....
... Nobody said it would be this hard.
Danach gab es für dich nur noch eine Frage: Was soll ich mit meiner Zufriedenheit anstellen? Will ich noch mehr Menschen erreichen, meinen eingeschlagenen Weg fortsetzen? Meiner gewonnenen Sicherheit Platz geben?
Coldplay machten X & Y. Du auch! Plötzlich waren deine Kanten weg. Glatt geschliffen durch den Versuch, es allen Recht machen zu wollen. Oder zu müssen. Das DU musste zurücktreten hinter dem WAS du für die anderen warst. Die anderen, denen du bis lang egal warst. Sie haben in all den Jahren, in denen Leute wie ich dir schon nah gewesen waren, nicht einmal Notiz genommen. Von dir! Du allerdings gingst auf sie zu, damit sie auch ja gar keinen Schritt von sich aus machen mussten.
Ich habe das nie verstanden. Du wurdest mir fremd. Ständig stellte ich mir die Frage, ob hinter all deinem Auftreten, deinen Worten, ja, auch deinem Gesicht wirklich noch die selbe Person stand, die mir einst so viele schöne Stunden beschert hatte. Stunden der Ruhe und Ehrlichkeit, die man ansonsten mit kaum jemand hat.
Und jetzt bist du gefangen in deiner eigenen Oberflächlichkeit. Die Menschen die dich nun hören wollen brauchen auch nicht mehr. Sie sind es gewohnt, dass du dich ihnen anpasst und nicht umgekehrt. Ja, ja sie geben dir Bestätigung, dass du gut bist in dem was du machst. Aber dir reicht das nicht mehr! Du willst zurück. Zu den simplen Dingen. Aber das geht nicht. Dort wo du hin willst, ist niemand da. Sie sind alle gegangen. Wo anders hin . Sie haben nicht mehr auf dich gewartet.
Ich bin auch weg. Ich habe mir Viva La Vida nicht mehr gekauft.
Du bist wie Coldplay. Für mich. Wenn dich sehe oder höre denke ich daran, wie es früher mit uns war und lächle. Weil mir die Vergangenheit was bedeutet. Doch mit der Gegenwart weiß ich nichts mehr anzufangen.
Du bist Coldplay. Und ich bin weg.
Don't panic.
X (and not Y)."

Aha.


Hut ab.

Freitag, 6. März 2009

Da Lent - Day 11: In The End

Als Miriam Weichselbraun am heutigen Tage auf der Straße ihre Handtasche fallen ließ, war ihr das zunächst egal. Sie dachte sich nichts dabei. Kann man eh aufheben, keine große Geschichte, gesehen hats auch keiner. Quasi.
Glück hatte sie auch noch gehabt. Denn nur einen halben Meter weiter, hätte ein Hundstrümmerl nur darauf gewartet, dieses überteuerte -aber dennoch hässliche- Echtlederfabrikat in Empfang zu nehmen. So aber ging die Geschichte sowohl für die Miriam als auch für das Trümmerl glimpflich aus.
Während die Weichselbraun, die bei dieser Szene auf den Gebrauch ihrer doch sehr strapazierten Stimme verzichtete, weiter stampfte, verharrte das Hundstrümmerl auf dem Gehsteig.
"Gott sei Dank ist es heute nicht so kalt. Da liegt es sich gleich viel bequemer! Jetzt bleibe ich noch ein Zeiterl hier und warte auf jemanden, dem ich zu Fleiß am Schuh picken werde," dachte sich das Darmprodukt eines goldenen Retriever. Dazu muss gesagt werden, dass an und für sich die Hundstrümmerl von Golden Retrievern sehr gutmütige Bröckerl sind. Also nichts mit Gehässigkeit oder Schadenfreude am Hut. Doch in dem heutigen Fall war es dann schon so, dass sich Raimund (bei Hundstrümmerl erfolgt die Namensgebung täglich nach dem Alphabet. Erster Name wäre somit Alex, dann Bruno, Carlo, usw.) ein bisschen anders verhielt.
Raimund fühlte sich nicht wohl. Er konnte und wollte seine Rolle als Ausscheidungsprodukt nicht hinnehmen. Einst -am Beginn des Dickdarms- hatte er noch Pläne geschmiedet, wollte ganz groß rauskommen. Er tat alles dafür. Sog auf was daher kam. Netzwerkte mit Kollegen und Kolleginnen, die sich mit ihm zusammentaten und das Projekt "Wunderwürschtel" mit einer Vehemenz vorantrieben, dass es eine Freude war, allein dabei zu sein.
Gemeinsam zogen sie durch die Gedärme ihres Wirten, getrieben von dem Ehrgeiz, der Welt zu zeigen, dass nicht alles, was nach Scheiße aussieht gleichzeitig Scheiße sein muss.
Und plötzlich war da ein Licht und Raimund folgte dem Licht und wollte in das Licht. Als er es erreicht hatte, klatschte er einen Augenblick später auf den Fleck, an dem er sich nun befand. Aus der Traum!
Zurück auf den Boden der Realität wuchs in Raimund zunächst die Enttäuschung. War er einer falschen Vorstellung verfallen gewesen? Wollte er zu viel? Hätte er sich es auch leichter machen können?
Aber Antworten gab es für das Trümmerl nicht. Nichts dergleichen. Nur die Hoffung darauf, dass er seine Wut und Enttäuschung über seine eigenen Fehler jemand anderem heimzahlen könne.
Jetzt tun sich Hundstrümmerl leichter, wenn sie sich an jemand rächen wollen. Leichter als so mancher Mensch halt. Und so kam es, dass Raimund sich an den Schuh vom Zsak Manfred heftete und ihm somit die vergeigte EM-Quali heimzahlte. Zusätzlich auch ein wenig seinen nicht vorhandenen Respekt bezüglich der Teamchef-Assistenten-Bestellung übermittelte.
Siehe da, der Zsak Manfred hat sich auch tatsächlich geärgert. Furchtbar aufgeregt hat er sich. Seine neue Schuhe waren besudelt, fand er zumindest.
Raimund aber lag weit verstreut auf den Gehsteigen Wiens. Er lächelte.


Hut ab.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Da Lent - Day 2: Alone with my thoughts

Wenn ich aus dem Fenster schau, dann sehe ich die Autos auf dem Parkplatz darauf warten, dass sie in einer Stunde zum Heimfahren angestartet werden. Das Wetter ist auch schiarch. Die Leute sind schiarch. Und in weiter Ferne klatscht ein fein säuberlich durch die Nase gelassener Bauernschneutzer elegant leise auf den harten Gehsteigbeton. Heimat!
Der Februar in all seinen Fasetten. Noch zwei weitere Tage wird dieses schauderhafte Monat uns mit seiner Anwesenheit belästigen. Ich gehe jetzt nachhause. Besser gesagt, ich werde fahren. Auf der Straße mit den langen Geraden, den gachen Kurven, den überrollten Hasen, deren Eingeweide sich in zentimeterdicken Fäden aus den flach gepressten Körpern schlängeln. Die Kreuze am Wegesrand erzählen traurige Geschichten von jungen Menschen, die eines Tages nicht mehr zuhause angekommen sind.
Aber an so etwas denkt man halt nicht wirklich, wenn man dieses fürchterliche Mopedauto überholt. Und zwar auf der unübersichtlichen Kuppe, bei der man nur glaubt, in den gesamten Straßenverlauf Einsicht nehmen zu können. Dem Hasen wird das egal gewesen sein. Heimat!

Mittwoch, 25. Februar 2009

Da Lent: Day 1 - Introduction

Wieder auf Anfang.
Wo waren wir eigentlich stehen geblieben, liebe Landsleute?
Man soll ja grundsätzlich nicht immer der Vergangenheit nach weinen, sagt man. Weil bringt ja eh nichts. Ein bisschen zwar schon, aber nicht zu viel! Nicht wahr?
Nicht wahr. Hier also bin ich wieder. Zurück um etwas zu beginnen. Ein neues Projekt, einen neuen Weg, einfach anders.
Die Zeit war lang und ich muss zugeben, dass mir in letzter Zeit etwas gefehlt hat. Das Schreiben an und für sich. In meinem Fall eher für mich. Oder Euch. Je nach dem.
Wenn ich aus dem Fenster blicke, dann sehe nichts mehr. Nur noch Österreich. Das Innviertel. Daheim.
Ich bin zum Ursprung zurück gekehrt um einen neuen Abschnitt in meinem Leben zu beginnen. Den ernsthaften dieses Mal. Nur was heißt das konkret?
Die Antwort auf diese Frage will ich an dieser Stelle finden. Wo findet man die Antwort? In mir drinnen, richtig.
Ich ändere die Perspektive. Meine Erzählungen aus Australien waren die Abbildung der Realität in meinem Herzen, gefiltert durch das Gefühl des Bauches. Wir nannten es Wahrheit.
Jetzt aber gehen wir den umgekehrten Weg. Rückwärts nach vorne, quasi. Ich möchte von mir wissen, was oder wer ich bin. Um mich zu finden, muss ich in mir selbst suchen. Viele werden sich jetzt denken:" Boah, gar nicht so leicht! Aber wer, wenn nicht du kannst das schaffen?" Ich sage:" Stimmt."
Am Ende werde ich meine Gedanken, Gefühle, Irrungen und Wirrungen des Herzens und sonstiger Organe hier ausbreiten. Das mag dem einen oder anderen grauslich erscheinen, aber nur so geht's. Es muss gelingen! Und es wird. Sicher.
Die Wahrheit von innen heißt Ehrlichkeit.
Also, werde ich ehrlich sein und meinen Weg durch die Fastenzeit hier begleiten. So ernst und bitter wie nur möglich. Denn nur so entsteht wahre Ehrlichkeit.


Hut ab.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Forward

Hey,

Don't pull yourself down. I know it's hard to bare, difficult as such but somehow it's not the end of the world.
It's a cold, foggy and dark winter day as I am walking down the streets. The world seems even more grey than it did the last couple of weeks. The peoples' faces lack expressions as they walk silently and hasty pass me. I can't smile no more. Not at them.
I am not sad. I am not depressed. I am empty. That's all. Finally the period of living a slob's live comes to an end. It's time to move on. And I am afraid. Though I don't know of what.
The drugs don't work. I can feel that now. Clearly. Yesterday was an other hard night. Plenty of booze running down my throat. We don't need answers when we raise our glases to the illusion of a big night out. More often we even forget to ask the right questions.
I can't tell what or wo I despise more. The world or me? I keep on walking through the streets of this forgein city. My steps are counted by the bumping headache of mine. Why am I so down? I am young. I am having fun.
The world is in racks but this little idiotique life and its shitty little problems are fucking around with us.
It's getting darker. The night lies gently over the town. Without a sound the grey turns into black while I am looking for shelter in a neat coffee bar. I need to rest. I have to think clearly about me and all the things around.
How I wished you were right now! Giving me shelter from my destroying thoughts.
Anyways, it's a starless night as we are heading to the next bar. Have another drink. Just pretend it's lifting you up. It doesn't matter now that you are going to be down in the morning. Just because tomorrow will contain the same grey people and towns. Not just for you. But for everybody.

And please, keep smiling.

Montag, 19. Januar 2009

Regrets

Hey X,

It was just a glimpse. A short look, unconciously, not intended at all. Just a glimpse.
Once a glimpse was all I needed.
There you sat. And there I was standing. Seperated by a window. And a very long period of time. But I knew instantly that it was you. Who else? Who else could give the shivers in such short amount of time? Well, it is only you. Still!
I don't think that you saw me. If you did it wouldn't change a thing.
We are through. You decided we would be. That was something I didn't want and I found hard to accept. But I did. Finally.
Time has passed. I moved on. Dealing with other problems, living without thinking of you all the time. The pain of the definate decision has gone. Hence such little events like seeing you, yeah, they make me restless.
All I wanted was a explaination. Nothing else. Reasons which make sense if thought through properly. You couldn't give me any.
And so it leaves me with one question. WHY?
Why do you find it hard to talk to me? Why do you think I am not ready for a meeting? Why is the past preventing us from dealing with each other normally?
I honestly don't know. I haven't got a single idea.
However, only you know the answer. Tell it to me! I don't care if it is hurting, hard to believe or incredibly stupid. It is even more ridiculious to pretend there is none.
Once a glimpse was all I needed. Maybe you hold the solution in your heart. Go let it out!
All it'd take would be a glimpse. Of certainty!
There are so many windows left to look through, but I'd like to stop searching for you.
Cheers.

Dienstag, 13. Januar 2009

Continuation

Hey,

It is hard to understand what you are talking about. Yes, I know what you mean by saying that you are not quite sure about us. Well, neither am I. But how could we possibly be? Sure.
Certainty is something one never gets in a relationship. Why? Because one has to rely on his partner. How do we do that? By simply trusting them.
So, you doubt that I was for real yesterday. I guess you are right. I can't tell you the truth because I don't know what it is myself. But apperantly you strive for answers.
Maybe that is my problem. I can't give you any answers which would satisfy you. Nor me. You think I am cute and funny but way to sincere. Guess what, that is me. 100% of me. This is the way I am and not the funny clown I used to be when we first met. By that time I was not assure of myself. Now I have found my inner peace and I tend not to change just to attract other people who wouldn't be worth knowing.
By now, I can't change my ways for you. Simply because I don't want to.
Don't get me wrong. I like you. I think you are smart, funny and also tempatively beautiful. You are a very indivudal, strong and open-minded person. It's fun to hang around with you.
But.But?But! Yes, there is always going to be this shitty little word.
I have made a decision in the recent past. I gave up something very good because I couldn't see how things would turn out in the future. The fireworks in me were all gone. And don't you think there should be at least sparks of passion flying around when you meet somebody new who you like to spend a reasonable amount of time with?
Time can turn a crush into love and a relationship into a long-term commitment. But ( and here we go again) it can't substitute a missing feeling.
I miss that feeling when I look at you. I see something else. Or nothing at all. I am not sure.
It was a mistake to let time try to fix that problem which only existed in me.
Now we have gone too far. And I am going to let you down.
In my defense I told you that I would right from the start.
It's hard to imagine what will become out of this. At least something brutally honest. And you deserve to be treated honestly.
Let's look for the fireworks. You seem to know where you can find them!
Good luck.
Sorry.

Requested

Dear Australia,
It is not about missing interest after all. I also enjoyed the times we spent together without a doubt. But as you have mentioned, I am a traveler who hasn't got the time to start something serious here. My feeling tells me that this is what you would deserve. And I simply can't provide. You need someone more comitted than me who is able to be there for you no matter what.
There are too many unsolved issues in me. I thought I had copied better with them but I failed. Hence, they keep me from letting my heart open for someone new.
I have to retreat now because I know that I can't give you the same of me as you would be ready to do. I would have liked to tell you that personally but it is kind of hard from Austria.
I am sorry for making you feel hurt, that was never my intention, but at the same time it reassures me that we are not on the same page emotionally.
Memories remain, meetings could be arranged, but I am a traveler unsure where to go in life.
Thanks for sharing precious moments with me,
and hopefully you can understand,

thank you.