Donnerstag, 18. September 2008

Tides

Rainer Pariasek, Herbert Prohaska und Hansi Knauß am Dicky Beach, Caloundra, Sunshine Coast.

Rainer P.:Herzlich Willkommen, sehr geehrte Damen und Herren! Wir melden uns heute live aus Australien, besser gesagt von der Sunshine Cost, wo sich eine Sensation aus österreichischer Sicht anbahnt. Im Moment liegt nämlich der junge Oberösterreicher Florian Zillner im Bodyboard-Contest presented by Luvian, hier am Dickie Beach ganz deutlich in Führung! Herbert, eine Sensation?
Schneckerl: Ja, sicherlich hat niemand damit rechnen können, dass ausgerechnet der Zillner in Führung liegen würde. Aber ihn kommt sicherlich auch zu gute, dass er der einzige Teilnehmer an dem Wettbewerb ist.
Rainer P.: Hansi?
Knaußi Hansi: Jo, richtig. Er ist der einzige Starter. Aber des taugt mir unheimlich, ein Wahnsinn der Bursche. Als einziger im Wasser, unglaublich, gratuliere dem Burschen.
Rainer P.: Wo liegen Ihrer Meinung nach die Stärken des Österreichers?
Schneckerl:Ja. Ihn ist nicht so kalt wie möglicherweise einem Australier. Die sind wohl höhere Wassertemperaturen gewöhnt. Außerdem ist er weiterhin der einzige am Strand, der versucht zu surfen. Für andere dürfte der Wellengang, sagen wir es höflich, nicht ausreichend sein.
Knaußi Hansi: Der Wellengang ist unheimlich. Mehr was für Schleicher.
Rainer P.: Wir sind ja auch am Meer, nicht wahr? Haha...
Schneckerl und Knaußi Hansi(gemeinsam)): Darf das wahr sein? Hast du das jetzt wirklich laut sagen müssen? Denk lieber nach bevor du was sagen will...ach, sag lieber nichts.
Rainer P.: Gibt es überhaupt Schwächen bei unserem jungen Helden?
Schneckerl: Ja, die gibt es sicher. Zunächst erwischt er keine einzige Welle. Und das wäre eigentlich die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Wellenreiten. Es muss ihn gelingen aus dem Abseit des Wellengangs zu kommen. Bis jetzt aber zeigt er eigentlich gar nichts, abgesehen von einigen Ausbrüchen der Frustation.
Knaußi Hansi: Oiso. Ich habe mich gestern mit dem Burschn unterhalten. Ein ganz witziges Bürschl. Schwächen hat der Bursche eigentlich nur zwischen dem fünften und sechsten Bier gezeigt. Da hat er extrem gewackelt. Ansonsten ein Wahnsinn, wie der gegen mich mithalten hat können.
Rainer P.: Ich frage mich ja, ob die Leistung von Florian Zillner mit den Gezeiten zu tun haben könnte.
Knaußi Hansi: Gezeiten? Es ist halb zwölf.
Schneckerl: Ja. Sicherlich. Normalerweise geht man um diese Zeit nicht Wellen reiten. Denn wenn man sich ganz ehrlich ist, dann muss man sagen, dass die Wellen im Moment ein Lercherl sind. Während der Zillner versucht, eine Welle zu erwischen, bauen kleine Kinder in der Brandung Sandburgen.
Rainer P.: Da möchte ich gleich einen Programmhinweis einschieben. Der ORF überträgt morgen ab 20:15 „ Das große Promi-Sandburgen-Bauen“ live aus Jesolo. Mit dabei, unter anderem Andi Goldberger, Babara Wussow mit Albert Fortell, Harald Krassnitzer und Werner Faymann. Das große Promi-Sandburgen-Bauen wird präsentiert von der Kronen Zeitung.
Knaußi Hansi: A Wahnsinnsidee.
Schneckerl: Ja. Das ist echt Wahnsinn
Rainer P.: Aufgepasst! Gerade versucht Zillner wieder eine Welle zu erwischen. Beherzt versucht mit ein paar Paddelschlägen auf die Welle zu gelangen, viel fehlt nicht mehr und er ist im Ziel.....
Schneckerl: Ja. Die Welle hat ihm erwischt. Noch kann er sich auf dem Brett halten.... Jetzt nicht mehr..... Er verschwindet in der Gischt.....
Knaußi Hansi: Ein Wahnsinn.... Den Hundling hat es ordentlich in das Wasser hineingelassen....Super, gewaltig, eine Freude ihm dabei zuschauen zu dürfen.....
Rainer P.: Da, ein Bein schaut aus dem Wasser heraus...... Jetzt, ganz kurz eine Hand..... Im Moment nicht mehr....
Schneckerl: Ja. Viel schaut nicht mehr heraus für ihm. Oder von ihn. Erst jetzt gibt ihm die Welle wieder frei. Durstig dürfte er nicht mehr sein. Er hat eine Menge Wasser schlucken müssen.
Knaußi Hansi: Genial, wie ihn da die Welle erwischt hat. Steilhangausfahrt nichts dagegen. Senkrecht mit der Papalatur in den Sand hineingesteckt. Brutal, ein Wahnsinn. Sovü schluckt normalerweise nur der Bode vor dem Rennen.
Rainer P.: Aber. Auch wenn er, Florian Zillner, momentan eher nur nach Luft zu ringen scheint, so darf ich stolz vermelden, dass er auch den Sieg im Bodyboard-Contest presented by Luvian erringen konnte. Ein österreichischer Sieg. Gratulation!
Schneckerl: Ja. Ich gratuliere den einzigen Teilnehmer herzlichst.
Knaußi Hansi: Ein Wahnsinn, der Bursche, super Leistung, taugt mir total.
Rainer P.: Natürlich werden wir gleich nach der Mund zu Mund-Beatmung durch die australischen Rettungsschwimmer versuchen ein Interview mit unserem neuen Helden zu ergattern. Dazu gibt es Analysen von und mit Herbert und dem, dann sicher nicht mehr nüchternen Hans Knauß. Bis dahin, alles Gute! Herbert, ein paar abschließende Worte.
Schneckerl: Es bleibt zu hoffen, dass die australische Sonne ein nicht noch größeres Hirn in dein Gehirn brennen wird, Rainer. Aber was weiß ich schon. Schöne Grüße nach Österreich.

Hut ab.

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